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E-Auto zu Hause laden: Wallbox vs. Steckdose

Mit dem Kauf eines Elektroautos geht zwingend die Frage des Ladens einher. Unterwegs oder zu Hause? Wallbox oder normale Steckdose? Warum Sie Ihr Elektroauto nicht an der normalen Haushaltssteckdose laden sollten.

Umsteigen von Öl auf Wärmepumpe

Elektroauto und Strom sind zwingend miteinander verbunden. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Verbrennern "tanken" Elektroautos Strom. Die komfortabelste, sicherste und auch kostengünstigste Lösung für Elektroautobesitzer ist das Laden zu Hause. Auch wenn die öffentliche Ladeinfrastruktur wächst, bietet das Laden zu Hause viele Vorteile.

"Das E-Auto über die eigene Ladebox zu Hause zu laden ist einfach praktisch. Und wir sind dadurch an keine öffentliche Ladestation in der Stadt gebunden", ist Nina Sadjak, Kelag-Kundin, überzeugt. (Mehr Infos dazu, warum Familie Sadjak sich für eine eigene Ladebox entschieden hat, finden Sie unter: "E-Auto: Laden mit Sonnenstrom").

E-Auto nicht an der Steckdose laden – warum?

Vergleicht man das Laden eines Elektroautos mit anderen Elektrogeräten wie z. B. Staubsauer, Mixer, Waschmaschine und Co., unterscheiden sich die benötigten elektrischen Leistungen doch sehr stark voneinander. Denn alltägliche Haushaltsgeräte benötigen nur einen Bruchteil der Stromleistung, die ein Elektroauto zum Laden des Akkus benötigt. Zudem nutzen wir Haushaltsgeräte über kürzere Zeiträume.

Würde man ein Elektroauto mit einer Akkukapazität von etwa 35 kWh zu Hause über eine herkömmliche Steckdose laden, würde dies laut Hersteller ungefähr 17 Stunden dauern.

Übliche Haushaltssteckdosen sind für derartige Dauerlasten nicht ausgelegt. Haushaltssteckdosen dürfen nur für einen bestimmten Zeitraum mit Nennstrom betrieben werden. Durch das lange Laden des E-Autos an der Steckdose wird diese Zeit überschritten und die Leitungen können heiß werden, wodurch es zur Überlastungs- und Brandgefahr kommt.

"E-Auto an der Steckdose laden" in Zahlen

Annahme: Sie laden Ihr E-Auto an der herkömmlichen Steckdose. Diese hat eine Ladeleistung von 2,3 kW, Ihr E-Auto eine Batteriekapazität von 24 kWh.

Ergebnis: Um dieses E-Auto an der Steckdose vollzuladen, müsste es also 10 Stunden durchgehend an der Steckdose laden. Und dabei würde es die maximale Leistung Ihrer Steckdose von 2,3 kW komplett ausreizen.

Steckdose

Das Laden eines E-Autos an der Steckdose reizt deren Leistung komplett aus.

In der Praxis wäre das mit einem Wasserkocher gleichzusetzen, der 10 Stunden durchgehend in Betrieb ist. Ein Fön oder Staubsauger benötigt im Vergleich dazu eine Leistung von 1,5 kW. Hinzukommt, dass diese Haushaltsgeräte wie Fön, Wasserkocher, Staubsauger und Co nur kurze Zeit Strom aus der Steckdose beziehen. Ein E-Auto über viele Stunden mit einer Ladeleistung von 2,3 kW zu laden, dafür ist eine Steckdose schlichtweg nicht ausgelegt. Je länger das Elektroauto an der Steckdose lädt und damit der Strom fließt, desto heißer werden die Leitungen und die Gefahr eines Kabelbrandes steigt.

Lädt man das Elektroauto hingegen zu Hause an einer Wallbox mit einer Ladeleistung von 11 kW, dauert das Laden eines E-Autos, das in der Lage ist 3,7 kW zu laden, rund 6,5 Stunden. Lädt man zu Hause an der Wallbox ein Elektroauto, das auch 11 kW laden kann, beträgt die Ladezeit nur 2,5 Stunden. Wie bei einem Handy-Akku kann auch der Akku eines Elektroautos nur bis zum Erreichen von 80 Prozent des Ladevolumens die vollen 11 kW beziehen. Anschließend sinkt die Leistungsaufnahme. Dennoch, das Laden zu Hause an der eigenen Ladebox ist nicht nur sicherer, es geht auch schneller als an einer normalen Steckdose.

Elektroauto über die Wallbox laden

Warum ist es sicherer das Elektroauto an der Wallbox und nicht an der Steckdose zu laden? Eine gewöhnliche Haushaltssteckdose ist nicht für hohe Dauerlasten ausgelegt. Bei längerer Belastung kann es zu einer Überhitzung kommen und damit zu erhöhter Brandgefahr. Für eine Notladung mit einem "Notlade-Kabel", welches sich herstellerseitig in jedem Fahrzeug beim Kauf befindet, kann die Steckdose verwendet werden: Hier ist in der Mitte des Kabels ein Schutzschalter verbaut, der bei Überhitzung den Stromkreislauf trennt.

Für ein sicheres Laden zu Hause ist die Wallbox die bessere Variante. Sie wird im Gegensatz zur 230 V Haushaltssteckdose mit 400 V und 16 bzw. 32 Ampere angeschlossen und zusätzlich wird ein Leitungsschutzschalter nach dem Zähler verbaut. Dieser sorgt dafür, dass bei einer möglichen Überlastung oder Überhitzung der Stromkreis automatisch getrennt wird.

Kelag-Icon-Tipp
Hinweis: Eine Wallbox muss von einem zertifizierten Elektrofachpartner installiert und in Betrieb genommen werden. Weiters ist eine Wallbox eine meldepflichtige Anlage: Ihr Elektrofachpartner ist dazu verpflichtet die Installation einer Wallbox Ihrem Netzbetreiber zu melden. Damit steht einem bequemen und sicheren Laden Ihres Elektroautos zu Hause nichts mehr im Weg.


Sie interessieren sich für eine eigene Ladebox, um Ihr E-Auto in Zukunft sicher und bequem von zu Hause aus laden zu können? Mehr Infos dazu erhalten Sie unter: "Elektroauto: Die Wallbox für zu Hause – die wichtigsten Informationen" oder von unseren E-Mobilitäts-Experten.

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Fazit

Herkömmliche Steckdosen sind nicht zum Laden von E-Autos geeignet. Sie sind für eine derart hohe Ladeleistung nicht zertifiziert und es besteht daher ein hohes Risiko einer Brandgefahr wenn das Elektroauto einfach an die Haushaltssteckdose angesteckt wird. Wallboxen bieten ein sicheres und schnelles Laden, da unter anderem über die Wallbox auch gesteuert werden kann, wie viel an Leistung das Elektroauto maximal ziehen darf.

Kelag-Icon-Tipp
Tipp: Wussten Sie, dass nicht nur der Kauf von E-Autos, sondern auch die Errichtung einer eigenen Ladebox gefördert wird?

 

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