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Diesel, Benzin oder Elektroauto: eine Öko-Bilanz

Elektroautos haben eine bessere Öko-Bilanz als Diesel- und Benzinfahrzeuge – richtig oder falsch? Geht es um den Klimaschutz, gibt es kaum ein anderes Thema, das mehr polarisiert. Aber Zahlen lügen nicht: die Umwelt-Bilanz von Diesel-, Benzin- und Elektroautos im Vergleich.

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  • 80 % des österreichischen Erdölverbrauchs gehen auf den Verkehr zurück.

  • 29 % der Treibhausgas-Emissionen in Österreich gehen auf den Verkehr zurück (Stand 2015).

  • 66 % Zuwachs verzeichnet der Verkehr seit dem Jahr 1990.

  • 75 % Zunahme an Treibhausgasen im Verkehrssektor sind die Folge.

  • Im Jahr 2018 stiegen die Treibhausgas-Emissionen, die auf den Verkehr zurückgehen, um rund 0,5 % im Vergleich zum Vorjahr.

Damit ist der Verkehrssektor einer der Hauptverursacher für Treibhausgas-Emissionen. Der höchste Anteil geht dabei auf den Straßenverkehr und hier besonders auf den PKW-Verkehr zurück (Quelle: umweltbundesamt.at).

Elektroautos emittieren kein Kohlendioxid, zumindest nicht direkt. Wie sieht es aus, wenn man den gesamten Lebenszyklus des E-Autos betrachtet? Das heißt von der Gewinnung der Rohstoffe über die Herstellung des Produktes und dessen Nutzung bis zur Entsorgung – ist das E-Auto dann tatsächlich umweltfreundlicher als fossile PKW, also Diesel- bzw. Benzin-Autos?

Die Umweltbilanz von Elektroautos

Eine Studie des Umweltbundesamtes vergleicht die Umweltbilanz alternativer Antriebe – dazu zählen auch Elektroautos – mit herkömmlichen Antriebsarten wie etwa Diesel und Benzin. Was heißt das im Detail? Die Treibhausgas- und Luftschadstoff-Emissionen der alternativen Antriebsarten (Hybrid, Elektroauto, Wasserstoff etc.) werden mit denen fossiler PKW verglichen. Dabei wurde auch die Herstellung des Akkusystems der Elektrofahrzeuge berücksichtigt.

Durch den großen Energieeinsatz, der bei der Herstellung der Batterie benötigt wird, entstehen auch hohe Emissionen. Dafür entfallen bei Elektroautos im Gegensatz zu Benzin- und Diesel-PKW jedoch Getriebe und Abgasnachbehandlung und die damit verbundenen Emissionen.

Wichtig für die Öko-Bilanz eines Fahrzeuges ist vor allem, wie viel Energie für den Betrieb eingesetzt wird. Beim Betrieb von Elektroautos werden keine direkten Treibhausgas-Emissionen verursacht. Diesel- und Benzin-Fahrzeuge weisen hingegen sehr hohe Treibhausgas-Emissionen auf.

Werden die direkten und indirekten Emissionen berücksichtigt, können durch mit Öko-Strom betriebene Elektroautos im Vergleich zu Diesel- und Benzin-Autos 80 % der Treibhausgas-Emissionen eingespart werden. Ein weiterer Vorteil beim Einsatz von Ökostrom sind die geringen Stickoxid-Emissionen (Quelle: Bericht Umweltbundesamt).

Kelag-Icon-Tipp
Hinweis: Stammt der Strom für den Betrieb der Elektroautos aus erneuerbaren Energien – also Ökostrom nach der Richtlinie Umweltzeichen 46 – verbessert sich die Umweltbilanz maßgeblich.


Weitere Infos zum Thema Elektroautos und Umweltfreundlichkeit erhalten Sie unter „Wie umweltfreundlich ist ein Elektroauto?“.

Kurz und knapp: die wichtigsten Ergebnisse der Studie

  • Konventionelle, fossil betriebene Fahrzeuge wie Diesel- und Benzin-PKW verursachen die höchsten Treibhausgas-Emissionen, wobei die direkten Emissionen aus der Kraftstoffverbrennung den größten Beitrag liefern.

  • Plug-In Hybride verursachen auch bei einem elektrischen Fahranteil von 44 % knapp 100 g CO2-eq/Fkm

  • E-Autos verursachen 86 % weniger Treibhausgas-Emissionen als Benzinautos und 83 % weniger Treibhausgas-Emissionen als Diesel-Autos (unter der Annahme von UZ-46 zertifiziertem Strom, das heißt Strom aus den erneuerbaren Energieträgern Biomasse, Geothermie, Sonne, Wasser und Wind, also Ökostrom).

  • Die Emissionen von Wasserstofffahrzeugen sind beinahe ident mit den Emissionen von Elektroautos.

  • Die Akkuherstellung eines Elektroautos verursacht ähnlich viele Emissionen wie die restliche Fahrzeugherstellung.

Quelle: Bericht Umweltbundesamt

Fazit

Elektroautos können einen maßgeblichen Beitrag zur Reduktion von Treibhausgas-Emissionen und zum Klimaschutz leisten. Neben einer verbesserten Luftqualität trägt die Elektromobilität dazu bei, dass die Lärmbelästigung durch den Verkehr abnimmt.

Bei allen Vorteilen, die die Elektromobilität jedoch bietet, darf nicht vergessen werden, dass Ökostrom ein entscheidender Faktor in Sachen Klimaschutz ist. Nur wenn Elektroautos durch Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden, können die Klimaziele langfristig erreicht werden.

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