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Elektroautos im Winter: Tipps, um Reichweite zu gewinnen

Die Reichweite ist ein großes Thema bei Elektroautos. Das gilt besonders im Winter. Wie man den Energieverbrauch im Elektroauto in der kalten Jahreszeit optimieren kann, um die Reichweite hoch zu halten.

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Geht es um die Reichweite eines Elektroautos, werden viele unterschiedliche Zahlen genannt: die Reichweite nach dem WLTP- oder NEFZ-Messverfahren, die Reichweite auf der Autobahn, eine allgemeine Praxisreichweite, die Reichweite im Winter – und alle unterscheiden sich mitunter gewaltig. Ein Beispiel: Die Normreichweite eines der meistverkauften Elektroautos in Österreich beträgt nach WLTP 395 Kilometer, der Hersteller gibt auf dessen Website zusätzlich die realistische Winterreichweite mit 250 Kilometern an. Es gibt mehrere Gründe für diesen Abfall bei kaltem Wetter.

Kälte ist Stress für die Batterie

Die Temperatur spielt bei der Leistungsfähigkeit der Batterie eine wichtige Rolle. Seine volle Kapazität erreicht der Lithium-Ionen-Akku in jenem Bereich, in dem sich auch der Mensch wohlfühlt: zwischen 20 und 40 Grad Celsius. Kälte hingegen bedeutet Stress für die Akkus. Die chemischen Reaktionen im Inneren laufen bei niedrigen Temperaturen langsamer ab.

Mehr Reichweite durch Vorheizen

Im Elektroauto hält ein ausgeklügeltes Thermo-Management die Batterie in der „Komfortzone“. Damit wird für eine lange Lebensdauer des Akkus gesorgt (siehe auch: "Elektroauto: Wie lange hält die Batterie"). Im Winter muss die Batterie entsprechend beheizt werden – und das kostet Energie und somit Reichweite. Bei sehr kalten Wintertagen empfiehlt es sich, das Elektroauto in einer Garage abzustellen, um das Auskühlen der Batterie zu reduzieren. Eine andere Methode: Der Akku wird bei Kälte auch beim Laden geheizt. Wenn die Batterie bereits vor der Abfahrt über die Ladestation auf Temperatur gebracht wird, lässt sich der Mehrverbrauch für das Aufheizen unterwegs verhindern.

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Im Winter empfiehlt sich das Vorheizen der Batterie über eine Ladestation.

Nach dem Antrieb ist die Heizung im Innenraum der größte zusätzliche Energieverbraucher. Beim herkömmlichen Pkw ist sie ein Nebenprodukt in Form von Abwärme des Verbrennungsmotors. Elektrofahrzeuge hingegen heizen in der Regel mit Strom aus der Antriebsbatterie. Beim Aufheizen können in der Spitze einige Kilowatt verbraucht werden. Hier besteht somit ein beträchtliches Sparpotenzial. Drei Tipps, wie man dieses nutzen kann:

  • Den Innenraum vorheizen, solange das Elektroauto an der Ladestation hängt. Dann kommt die Heizenergie aus dem Stromnetz und nicht aus der Antriebsbatterie. Die Heizung lässt sich meistens per App aus der Ferne steuern. Ein angenehmer Nebeneffekt: Dadurch können auch die Scheiben abgetaut werden.
  • Mit einer Wärmepumpe kann die Batterieenergie zum Heizen deutlich effizienter genutzt werden. Je nach Modell ist eine Wärmepumpe bereits an Bord oder als Zusatzausstattung verfügbar.
  • Manche Elektroautos bieten die Option, nur einen Teilbereich des Innenraums zu heizen.

Der rechte Fuß beeinflusst die Reichweite

Natürlich beeinflusst auch der eigene Fahrstil die Reichweite. Defensives Fahren erhöht nicht nur die Verkehrssicherheit, sondern spart auch Energie. Wer sich absichern möchte, kann in den Eco-Modus schalten. Dieser begrenzt die Leistung beim Anfahren.

Was sind die WLTP- oder NEFZ-Messverfahren?

Bei der Neu-Typisierung eines Fahrzeugs wird in einem standardisierten Messverfahren unter Laborbedingungen der Normverbrauch ermittelt. Dabei wird am Prüfstand ein speziell entwickeltes Fahrprofil abgefahren. Um die Normverbräuche realitätsnäher ermitteln zu können, wurde 2018 der Testzyklus des bis dahin gültigen NEFZ-Messverfahrens auf WLTP (Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure) umgestellt. Durch dieses genormte Testverfahren wird der Verbrauch von Fahrzeugen vergleichbar.

 

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