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Energieausweis: Wozu wird dieser benötigt?

Einfach erklärt: Der Energieausweis gibt die Energieeffizienz eines Gebäudes an. Doch ist ein Energieausweis Pflicht und wie liest man die Werte richtig?

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Vermieter und Verkäufer eines Objektes müssen den Energieausweis des Ge­bäu­des verpflichtend vorweisen. Das EAVG, oder auch Energie­aus­weis­vor­lage­gesetz genannt, ist dazu da, um aufzuzeigen, ob die Energie­effizienz eines Hauses verbessert werden sollte. Je energie­effizienter ein Objekt, desto niedriger sind der Energie­verbrauch und so auch die Betriebs­kosten, was sich auch auf den Wert des Objektes und die Umwelt positiv auswirkt.

Was ist der Energieausweis?

Der Energieausweis zeigt an, wie energie­effizient ein Gebäude ist. Dabei werden die dafür notwendigen Kennwerte wie Heiz­wärme­bedarf (HWB), Primär­energie­bedarf (PEB), CO2-Emissionen sowie der Gesamt­energie­effizienz­faktor (fGEE) dargestellt.

Die wichtigste Kennzahl darunter ist der Heizwärme­bedarf. Dieser gibt an, wie hoch der Energiebedarf zum Heizen des Objektes ist und wird in kWh/m2 gemessen. Die Energie­kennzahl zeigt den Heizwärmebedarf an, je niedriger die Kennzahl ist, desto besser die Energie­effizienz und desto geringer der Energie­verbrauch und somit auch die Kosten. Mittels Energie­effizienz­klassen, die von A++ für sehr gut bis G für sehr schlecht eingeteilt sind, kann der Gesamt­energie­effizienz­faktor abgeschätzt werden.

Klasse fGEE
A++ ≤ 0,55
A+ ≤ 0,70
A ≤ 0,85
B ≤ 1,00
C ≤ 1,75
D ≤ 2,50
E ≤ 3,25
F ≤ 4,00
G > 4,00

 

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Tipp: Sie möchten umziehen? Sehen Sie sich den Energieausweis Ihres neuen Zuhauses genau an. So können Sie Ihren zukünftigen Energieverbrauch und die Kosten besser abschätzen.

Wozu wird ein Energieausweis gebraucht?

Der Energieausweis gilt als das Energie-Gütesiegel für Immobilien. Verkäufer und Vermieter sind verpflichtet, den Energieausweis spätestens bei Vertrags­erklärung vorzulegen. Ab Abgabe ist der Energieausweis dann 10 Jahre gültig. Auch in Inseraten müssen der Heizwärmebedarf und der Gesamt­energie­effizienz­faktor angegeben werden.

Die Werte, die aus dem Energie­ausweis abgelesen werden können, helfen dabei, die Energie­effizienz eines Gebäudes zu optimieren. Sind die Werte schlecht, sollten energie­effiziente Maßnahmen und Sanierungen durch­geführt werden, um den Energie­verbrauch zu reduzieren und Kosten zu sparen. Durch den verpflichtenden Energie­ausweis soll die Energie­effizienz von Gebäuden europaweit verbessert werden.

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Tipp: Weitere wichtige Begriffe rund um Energie werden hier erklärt.

Was steht im Energieausweis?

Folgende Werte müssen in einem Energieausweis angegeben sein:

  • Heizwärmebedarf (HWB): Wärmebedarf um einen Raum heizen zu können
  • Warmwasser-Wärmebedarf (WWWB): Energiebedarf für die Warmwasseraufbereitung
  • Heizenergiebedarf (HEB): Nutzenergiebedarf
  • Endenergiebedarf (EEB)
  • Gesamtenergieeffizienzfaktor (fGEE): Gesamtenergieeffizienz des Gebäudes
  • Primärenergiebedarf (PED): gesamte Energie, die im Gebäude benötigt wird
  • Kohlendioxidemissionen (CO2)
  • Empfehlungen für Maßnahmen zur Verbesserungen der Energieeffizienz

Neben all den oben ausgeführten Werten sind im Energieausweis auch Informationen zum Gebäude angeführt: Standort, Gebäudetyp, Bruttogrundfläche etc.

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Hinweis: Der Energieausweis alleine sagt nichts über den garantierten Energieverbrauch aus. Das Nutzungsverhalten der im Gebäude lebenden Personen ist entscheidend für den Energiebedarf. Infos wie Sie Ihren Energiebedarf und somit Ihre Kosten senken können erhalten Sie unter: "7 Tipps um Heizkosten und Energie zu sparen".

Benötigt jedes Gebäude einen Energieausweis?

Nicht jedes Objekt benötigt einen Energieausweis. Es gibt Ausnahmen, bei denen die Ausstellung eines Energieausweises nicht notwendig ist:

  • Gebäude, die provisorisch und für eine Nutzungsdauer von unter 2 Jahren errichtet wurden
  • Freistehende Gebäude, deren Gesamtnutzfläche unter 50 Quadratmetern liegt
  • Immobilien, die abgerissen werden

Wohngebäude, die nur während eines begrenzten Zeitraums je Kalenderjahr genutzt werden (z.B. Ferienhäuser, Badehütten etc.). Der voraussichtliche Energiebedarf liegt – wegen der eingeschränkten Nutzungszeit – unter einem Viertel des Energiebedarfs bei ganzjähriger Benützung.

Wer stellt den Energieausweis aus?

Energieausweise müssen von einem Sachverständigen ausgestellt werden. Darunter fallen etwa Architekten, Ingenieure oder auch Energieberater. Auch unsere Energieberater informieren und beraten Sie gerne. Mehr Infos erhalten Sie unter: kelag.at/energieausweis.

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