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Elektroauto: Wie lange hält die Batterie?

Die Lithium-Ionen-Batterien von Elektroautos sind auf hohe Lebensdauer bei relativ geringen Kapazitätsverlusten ausgelegt. Richtiges Laden verhindert, dass die Reichweite mit den Jahren zu schnell sinkt.

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Viele kennen das: Je älter das Smartphone oder der Laptop, desto öfter muss man die Batterie aufladen. Lithium-Ionen-Akkus verlieren mit der Zeit an Leistungsfähigkeit. Prinzipbedingt weist jeder elektrochemische Energiespeicher mit der Zeit Verschleißerscheinungen auf.

Beim Laden und Entladen finden zu einem geringen Teil auch immer Nebenreaktionen im Akku statt. Deshalb hält beispielsweise die Handy-Batterie irgendwann nur mehr ein paar Stunden, während er sie kurz nach dem Kauf vielleicht noch für zwei Tage gereicht hat.

Von diesen Alterserscheinungen sind auch die Lithium-Ionen-Akkus von Elektroautos betroffen. Wie lange hält die Batterie? Wie viele Kilometer und Ladezyklen überstehen die Batterien, ohne spürbare Einbußen bei der Reichweite?

Hält die Batterie ein Autoleben lang?

Batteriezellen, die in Elektroautos zum Einsatz kommen, müssen hohen Anforderungen standhalten. Sie müssen sehr viel Leistung in kurzer Zeit aufnehmen und abgeben können und sie müssen ein Autoleben lang halten. Bis etwa 2.000 Ladezyklen nimmt die Kapazität eines neuen Akkus – und damit die Reichweite des Elektroautos – nur moderat linear ab. Erst danach sinkt die Batteriekapazität deutlich schneller.

Rechnet man mit einer realen Reichweite eines Elektroautos von 300 Kilometern, dann kann man bei 2.000 Vollladungen mit der Batterie 600.000 Kilometer fahren. Die Batterie wird also in der Regel wesentlich länger als das Auto halten.

Batterie im Langzeittest: Wie stark sinkt die Reichweite?

Praxisbeispiele untermauern diese einfache Rechnung: So haben in den USA 600 Fahrer von Premium-Elektroautos ihre Daten über die gefahrenen Kilometer und den Verlust der Akkukapazität zusammengefasst. Selbst sieben Jahre nach Start liegt die durchschnittliche Speicherkapazität und Reichweite noch immer bei rund 93%.

Laut einem Bericht der Zeitschrift „Automobilwoche“ kamen die Elektroautos eines amerikanischen Autovermieters auf bis zu 800.000 Kilometer, ohne dass größere Probleme mit dem Akku aufgetreten wären.

Auch Langzeittests des deutschen Autofahrerclubs ADAC mit Elektroautos der ersten Generation zeigen, dass der Verlust an Speicherkapazität über sechs Jahre geringer als erwartet war. Aktuelle Elektroautos haben außerdem eine verbesserte Batterie, deren Kapazität langsamer sinkt.

Lebensdauer der Batterie: Was Autofahrer tun können

Die komplexe und für die Energieverwaltung zuständige Steuerelektronik und Software des Elektroautos sind grundsätzlich auf eine lange Lebensdauer des Akkus ausgelegt. Aber auch die Autofahrer können die Haltbarkeit der Batterie mit beeinflussen.

Die richtige Art des Ladens hilft, dass die Batterie länger hält und die Reichweite nicht zu schnell sinkt:

  • Langsames Laden ist schonender als Schnellladen.

  • Die Batterie nur auf 80% zu laden statt auf 100%, erhöht die Lebensdauer.

  • Auf der anderen Seite stresst eine vollständige Entladung den Akku und mindert langfristig die Leistung.

  • Nachladen sollte man am besten erst dann, wenn noch 20 bis 30% auf dem Display angezeigt werden.

  • Ein vollgeladenes Elektroauto sollte man nicht für einen längeren Zeitraum stehen lassen. Der Akku altert dann schneller als im Regelbetrieb.
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