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Photovoltaikanlagen: Wartung und Reinigung für besseren Ertrag

Wie oft muss man Photovoltaikanlagen warten? Was ist dabei zu tun? Die wichtigsten Informationen dazu auf einen Blick.

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Photovoltaikanlagen sind sehr robust und arbeiten bis zu 25 oder 30 Jahre lang ohne Probleme. Das sieht man schon an den von vielen Herstellern gebotenen langen Garantiefristen, üblich sind dabei acht Jahre. Stimmt doch etwas nicht, merkt man das meist auch schnell: Fast alles, was an einer PV-Anlage fehlerhaft sein kann, schlägt sich sofort im Ertrag nieder. Daher ist es empfehlenswert, die Anlage selbst im Auge zu behalten. Dafür müssen Sie nur zwei Faktoren beobachten:

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Prüfen Sie, ob die Module verdeckt oder verschattet sind. Denn dies hätte erheblichen Einfluss auf den Ertrag.
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Überprüfen Sie die Leistungswerte der PV-Anlage regelmäßig in möglichst kurzen Abständen. Wenn Sie die Daten vergleichen, zeichnen sich schon früh Hinweise auf mögliche Störungen ab.


Gibt es hierbei keine auffälligen Ergebnisse, funktionieren die PV-Module und die Verbindungen zwischen Dach und Wechselrichter höchstwahrscheinlich einwandfrei.

Wartung durch Experten ist wichtig!

Trotzdem ist eine regelmäßige Wartung durch Experten nötig. Das hat mehrere Gründe:

  • Eine verschmutzte oder defekte Solaranlage bringt weniger Ertrag. Hinweis: Ab einer geringen Modulneigung von etwa 10° tritt ein gewisser Selbstreinigungseffekt etwa durch Regen ein. Eine zusätzliche Reinigung ist nur selten notwendig (siehe unten).
  • Unsichtbare Beschädigungen stellen ein Sicherheitsrisiko dar und schränken den Ertrag der Anlage oft massiv ein. Diese erkennt man einfach mittels einer Prüfung mit einer Infrarotkamera.
  • Die Gefahr, dass sich Hot Spots bilden, ist groß.

Verschmutzte PV-Anlage-1

Beschädigungen und Schmutz können den Ertrag der Photovoltaikanlage verringern.

Was passiert bei der Wartung einer PV-Anlage?

Bei den meist im Rahmen von Wartungsverträgen angebotenen Leistungen geht es um eine Sichtkontrolle aller Bauteile und der anderen Komponenten der PV-Anlage. Kleine Schäden wie frei geriebene Isolationen an Kabelmänteln bzw. gelöste Verbindungen von Schrauben, Steckern oder Klemmen werden dabei repariert. Die Solarmodule selbst werden auf Unversehrtheit überprüft. Auch der Wechselrichter und die Verkabelung der gesamten Anlage sind Bestandteile einer regelmäßigen Wartung. Darüber hinaus empfiehlt es sich auch, nach der Installation und vor dem Garantieende im Sinne der Qualitätssicherung mittels Infrarotkamera nach versteckten Mängeln suchen zu lassen.

So wie bei Niccolò Olgiati aus Seeboden. Im ersten Sommer nach Fertigstellung seines Hauses beobachtete er mit Interesse, wie viel Strom seine 4,4 kWp starke PV-Anlage bei besten Witterungsbedingungen erzeugte. Das Ergebnis war enttäuschend: Die höchste Stromausbeute lag bei 3,7 kWh. „Und auch das kam so gut wie nie vor“, so Olgiati. „Ich bin mir ziemlich verschaukelt vorgekommen.“ Warum kommt seine PV-Anlage nur auf einen Teil ihrer möglichen Leistung? Ein PV-Check mit einer Infrarotkamera brachte Klarheit. Zwei der 17 Photovoltaikpaneele waren überhitzt und konnten daher keinen Strom produzieren. Am Dach entdeckten die Elektriker Wackelkontakte und defekte Anschlussklemmen, die für die Überhitzung der einzelnen Photovoltaikmodule verantwortlich waren.

In welchen Intervallen soll die PV-Anlage gewartet und gereinigt werden?

Viele Anbieter offerieren Wartungsverträge. Das ist für die Kunden komfortabel, da sie sich nicht selbst um die Regelmäßigkeit der Wartung kümmern müssen. Meist sind dabei jährliche Überprüfungen vorgesehen. Wartungsverträge enthalten immer auch Notdienst-Vereinbarungen. Außerdem werden kleinere Reparaturen häufig im Rahmen eines Wartungsvertrags durchgeführt. Was genau ein Wartungsvertrag bieten sollte, finden Sie in dieser Checkliste.  Es kann übrigens vorkommen, dass Versicherungen auf Wartungsverträge bestehen. Auch zahlreiche Hersteller machen die Verlängerung der Garantie davon abhängig.

Zusätzlich zu dieser Überprüfung sollten die Module regelmäßig gereinigt werden. Meist ist das nur alle paar Jahre nötig. Durch Regen und Schnee reinigen sich Module mit guter Neigung von selbst. Es gibt aber auch Gegenden mit großer Verschmutzung, die eine häufigere Reinigung nötig machen. Das kann beispielsweise bei Bauernhöfen der Fall sein oder wenn die Anlage direkt neben einer Autobahn liegt. Die Reinigung ist wichtig, weil verschmutzte Solarmodule nicht nur weniger Ertrag bringen. Durch Verschattungen können ebenso wie durch defekte Module Hot Spots entstehen, die im schlimmsten Fall zu technischen Defekten führen.

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