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Wärmepumpe: Welche Voraussetzungen sind bei der Installation zu beachten?

Sie möchten Ihr Haus oder Ihre Wohnung in Zukunft mit einer Wärmepumpe heizen, wissen aber nicht, ob Ihr Zuhause alle Grundvoraussetzungen erfüllt? Hier finden Sie alles über die Anforderungen für die Installation einer Wärmepumpe.

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Je nach Wärmequelle (Luft, Erde, Wasser) gibt es verschiedene Arten von Wärmepumpen. Unterschieden wird dabei im Allgemeinen zwischen einer Luft-, Erd- und Wasser-Wärmepumpe. Nicht nur die Wärmequellen der verschiedenen Wärmepumpen-Arten unterscheiden sich, auch die baulichen Voraussetzung sind je nach Wärmepumpe anders.

Mehr Infos zu den unterschiedlichen Arten von Wärmepumpen finden Sie unter: „Wärmepumpen im Vergleich: Welche ist die Richtige?“.

Grundvoraussetzungen für

...die Installation einer Wasser-Wärmepumpe

Wie der Name schon bekannt gibt, beziehen Wasser-Wärmepumpen ihre Energie aus dem Grundwasser. Möglich ist dies allerdings nur, wenn das Grundwasser in ausreichender Menge und Qualität vorhanden ist.

Ob, Ihr Grundstück auf einem entsprechenden Grundwasservorkommen liegt und daher für die Installation einer Wasser-Wärmepumpe geeignet ist, kann bei der Gemeinde erfragt werden. Ebenso von Bedeutung ist die Fließrichtung des Wassers. Um die Wasser-Wärmpumpe betreiben zu können, müssen diese (hydrographischen) Daten bei der Landesregierung angefordert werden.

Eine weitere Voraussetzung für den Betrieb und die Installation einer Wasser-Wärmepumpe ist eine wasserrechtliche Genehmigung, die auch einen mehrtägigen Pumpversuch beinhaltet. Durch diesen Pumpversuch kann sowohl die Ergiebigkeit des Brunnens als auch die eventuellen Auswirkungen auf naheliegende Brunnen geprüft werden. In Wasserschutzgebieten ist die Installation einer Wasser-Wärmepumpe nicht gestattet.

...die Installation einer Luft-Wärmepumpe

Die Luft-Wärmepumpe nutzt die Außenluft als Wärmequelle. Im Gegensatz zur Wasser- und Erd-Wärmepumpe ist die Installation einer Luft-Wärmepumpe an keine Voraussetzungen gebunden, die die Bodenbeschaffenheit oder wasserrechtliche Vorschriften betreffen.

Nicht selten kommt der Vorwurf, Luft-Wärmepumpen seien übermäßig laut – ein Mythos. Im Gegensatz zu den früheren Standards, die dem Geräusch eines vorbeifahrenden Autos glichen, arbeiten Luft-Wärmepumpen mittlerweile sehr geräuscharm. Mehr dazu erfahren Sie unter: "Wie laut sind Luft-Wärmepumpen wirklich?".

Dennoch ist die Entscheidung, wo die Luft-Wärmepumpe aufgestellt wird sehr wichtig. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Wird die Luft-Wärmepumpe im Gebäude aufgestellt, ist sie keinen Witterungseinflüssen ausgesetzt. Die Zu- und Abluft muss jedoch über zwei separate Schläuche von außen zu- bzw. abgeführt werden. Um zu vermeiden, dass dieser Schall übertragen wird, wird empfohlen die Installation von einem Fachmann durchführen zu lassen.

  • Die Gefahr eines Schalls tritt bei der Aufstellung im Außenbereich nicht auf. Um störende Geräusche zu vermeiden, ist auch hier die richtige Platzwahl entscheidend. In unmittelbarer Nähe zum Nachbarsgrundstück oder unter dem Schlafzimmerfenster sind keine geeigneten Orte. Stattdessen sollte die Luft-Wärmepumpe mit einigem Abstand zu geräuschempfindlichen Zonen weiter hinten im Garten platziert werden oder mittels Schallschutz eingefasst werden. So ist diese nicht mehr zu hören.
Wärmepumpe im Garten

Für die Installation einer Luft-Wärmepumpe müssen keine besonderen Voraussetzungen erfüllt werden.

...die Installation einer Erd-Wärmepumpe

Erd-Wärmepumpen nutzen die Wärme des Erdreichs, um Gebäude effizient und umweltfreundlich zu heizen. Möglich ist dies durch die Installation von Erdkollektoren oder Sonden. Entscheidend bei der Wahl zwischen Erdkollektoren und Sonden ist das Grundstück und die Bodenbeschaffenheit.

  • Flächenkollektoren werden unterhalb der Frostschutzgrenze verlegt, das heißt bei etwa 1,5 Metern und tiefer. Grundvoraussetzung hierfür ist der nötige Platz. Denn in der Regel werden 300 bis 500 Meter Kunststoffrohre in Schlaufenform verlegt.  Eine weitere Voraussetzung bei der Installation von Erdkollektoren ist, dass das Grundstück oberhalb der Erdkollektoren unversiegelt und unbebaut ist. Auch Pflanzen mit tiefer Wurzelbildung sollten hier nicht wachsen, da die Rohre beschädigt werden könnten. Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Bodenbeschaffenheit. Am besten eignet sich ein kompakter und feuchter Boden aus Lehm oder nasser, sandiger Erde. Gut zu wissen ist auch, dass Erd-Wärmepumpen mit Erdkollektoren nicht genehmigungspflichtig sondern lediglich anzeigepflichtig sind.

  • Voraussetzung für die Installation von Sonden ist ebenfalls die richtige Bodenbeschaffenheit. Um mit Sonden heizen zu können, muss in der Regel in Tiefen von bis zu 80 Metern gebohrt werden. Informieren Sie sich daher im Vorfeld mittels  Bodenanalyse über die Bodenbeschaffenheit des Grundstücks.

Sie möchten mehr zu den verschiedenen Typen von Wärmepumpe, deren Funktion und Kosten erfahren? Unter „Wärmepumpen im Vergleich: Welche ist die Richtige?“ verschaffen wir Ihnen einen Überblick. Mehr Informationen rund um das Thema Wärmepumpe erfahren Sie natürlich auch von unseren Kelag-Energieberatern.

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