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Strom für Zuhause: Verantwortungsvoller Umgang mit Energie

Strom im Eigenheim ist für uns zur Selbstverständlichkeit geworden. Dabei ist es für das Haushaltsbudget und die Umwelt äußerst wertvoll, sich mehr Gedanken über den eigenen Energieverbrauch und die Herkunft des Stroms zu machen.

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Kein Haushalt kommt ohne strombetriebene Geräte aus. Vom ersten Kaffee in der Früh bis zum Abdrehen der Nachttischlampe am Abend – sie sind aus unserem Alltag nicht wegzudenken.

Für die meisten Österreicher ist es selbstverständlich, dass im Haushalt stets ausreichend Energie zur Verfügung steht. Deshalb sollte man ihr auch mehr Beachtung schenken. Denn ein verantwortungsvoller Umgang mit Strom hilft nicht nur uns, sondern auch dem Klima und der Umwelt.

Energiesparen und eine bessere Energienutzung sind wesentliche Schlüssel für eine umweltfreundlichere Zukunft. Und wer sich rechtzeitig Gedanken rund um das Thema Energie macht, schont auch das Haushaltsbudget. Die E-Control rechnet vor, dass bei den Stromkosten bis zu 40 Prozent gespart werden können.

Ein durchschnittlicher Kärntner Haushalt verbraucht im Jahr etwa 3.500 kWh (ohne Warmwasser-Bereitung). Dies ist jedoch nur ein grober Richtwert. Je nach Geräteausstattung, Alter – und damit auch Effizienz – der Geräte, Haushaltsgröße und Nutzungsverhalten kann der tatsächliche Energieverbrauch deutlich vom Durchschnittswert abweichen.

Die größten Stromfresser im Haushalt

Die Haushaltsgroßgeräte wie Herd, Backrohr, Waschmaschine, Wäschetrockner und Geschirrspüler sowie Kühl- und Gefriergeräte sind für den Hauptteil des Stromverbrauchs verantwortlich (siehe auch "Wie hoch ist mein Energieverbrauch?").

Diese Geräte bleiben oft zehn Jahre oder länger im Besitz, weshalb ein kritischer Blick auf den Verbrauch sehr wichtig ist.

Der Stromverbrauch von einzelnen Geräten (anhand von drei Beispielen):

  • Kühlschrank (Energieeffizienz A+++) etwa 150 kWh im Jahr
  • Wäschetrockner (Energieeffizienz A+++) etwa 200 kWh (bei 160 Durchgängen im Jahr)
  • DSL-Router mit WLAN etwa 80 kWh im Jahr

Mehr über den Verbrauch verschiedener Geräte und Grundbegriffe der Energie erfahren Sie unter: "Wichtige Begriffe rund um Energie – kurz und einfach erklärt".

Die Effizienz der Geräte beachten

Der technische Fortschritt wirkt sich massiv auf den Energieverbrauch bei Haushaltsgeräten aus. In den vergangenen 30 Jahren hat sich der Stromverbrauch einer Waschmaschine um etwa 70 Prozent und der Wasserverbrauch um gut 75 Prozent verringert.

Im Vergleich zu einer Waschmaschine aus dem Jahr 1992 benötigt ein modernes Gerät pro Kochwäsche ungefähr 0,9 kWh weniger Strom. Das summiert sich, wenn man berücksichtigt, dass eine vierköpfige Familie die Waschmaschine durchschnittlich 250 bis 300 Mal im Jahr nutzt, Tendenz steigend.

Das Nutzungsverhalten unter die Lupe nehmen

Auch die effizientesten Geräte werden zum Stromfresser, wenn sie nicht sinnvoll genutzt werden – etwa wenn der Geschirrspüler nur halbvoll in Betrieb genommen wird. Am meisten Energie spart man freilich, wenn man das Gerät nur dann verwendet, wenn man es auch wirklich braucht.

Kelag-Icon-Tipp
Wussten Sie, dass 5 kg Wäsche nach dem Schleudern noch immer 2,5 bis 3 l Wasser beinhalten? Es muss nicht immer der Wäschetrockner sein. In jedem Fall billiger und umweltfreundlicher ist das Trocknen der Wäsche im Freien (Wäscheleine oder -spinne).


Mehr Informationen und Tipps für einen nachhaltigeren Alltag finden Sie unter: "Nachhaltigkeit im Alltag: Energieeffizienz im Fokus"

Das Geld nicht sinnlos verheizen

Mehr als die Hälfte des Energieverbrauchs im Haushalt entfällt auf das Heizen. Ob Gas, Heizöl, Holz, Fernwärme, Pellets oder Strom: Bei der Wärmedämmung von Gebäuden bestehen deshalb auch die größten Einsparungsmöglichkeiten.

Wärmedämmmaßnahmen kosten Geld, rechnen sich bereits vielfach innerhalb weniger Jahre. Denn durch eine gute Dämmung können Sie bis zu 50 Prozent der Heizkosten einsparen (mehr Informationen unter: kelag.at/energiesparen-hausbau).

Aus welchen Quellen stammt der Strom aus Österreich?

Für den Verbraucher kommt der tagtägliche Strom aus der Steckdose. Praktisch. Doch auf dem Weg dorthin durchläuft der Strom einen äußerst komplexen Prozess. In Österreich setzt er sich zu etwas mehr als 70 Prozent aus erneuerbarer Energie zusammen.

Mit 56 Prozent ist Wasserkraft die Quelle Nummer eins, gefolgt von thermischen Kraftwerken (28 Prozent) sowie Wind, Photovoltaik und Geothermie (16 Prozent). Der Rest wird durch Gas- und Kohlekraftwerke erzeugt. Bis zum Jahr 2030 soll Österreichs Stromversorgung zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen stammen – also aus Wasser, Wind und Photovoltaik.

Nachhaltigkeit von erneuerbarer Energie

Ein wesentlicher Vorteil von Strom aus Wind- oder Wasserkraft sowie durch Sonnenenergie ist, dass mit dessen Erzeugung keine bzw. so gut wie keine Treibhausgasemissionen verbunden sind. Grundsätzlich ist aber jede Form der Stromerzeugung mit verschiedenen Nachteilen für Mensch und Umwelt verbunden.

Verschlingt beispielsweise die Produktion von PV-Modulen nicht mehr Energie, als diese im Betrieb liefern können? Nein, denn eine PV-Anlage amortisiert sich energetisch nach weniger als drei Jahren. Betrachtet man den kompletten Lebenszyklus (also von der Herstellung bis zur Entsorgung), dann liefern Photovoltaikanlagen relevante Beiträge zur Senkung des CO2-Ausstoßes. Laut Fraunhofer-Institut konnten in Deutschland im Jahr 2018 durch die Nutzung der Photovoltaik netto mehr als 28 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen vermieden werden

Mehr dazu erfahren Sie unter: "Wie nachhaltig sind erneuerbare Energien?".

Gefährdet erneuerbare Energie die Versorgungssicherheit?

Das Problem von Wind- und Sonnenenergie: sie sind volatil. Das heißt, die Stromproduktion ist abhängig von äußeren Bedingungen (z.B. dem Wetter) und somit schwankend. Dies stellt das Stromnetz jedoch auf die Probe, denn die Produktion und Nachfrage von Strom muss ständig im Gleichgewicht sein. Ist das nicht der Fall, muss Regelenergie eingesetzt werden, also eine Reserve, um Schwankungen im Stromnetz ausgleichen zu können. Nur so ist eine sichere Stromversorgung gewährleistet.

Wann lohnt sich Solarstrom vom Dach?

Eine Photovoltaikanlage ist immer als langfristige Investition zu sehen, die sich über 20, 30 oder sogar mehr Jahre rentieren soll. Wann amortisiert sich die hauseigene Erzeugung von Sonnenstrom? Hier spielen einige Faktoren in die Kalkulation mit ein.

Grundlegend lässt sich jedoch sagen: Eine Photovoltaikanlage rechnet sich umso schneller, je mehr Solarstrom Sie direkt selbst verbrauchen (siehe auch: "Wann lohnt sich eine eigene Photovoltaikanlage?"). Denn für den Strom vom Dach müssen Sie viel weniger bezahlen als für den Strom aus dem Netz. Neben dem Stromverbrauch spielen auch der Standort, die Ausrichtung der PV-Anlage oder das Nutzungsverhalten eine beachtliche Rolle.

Mit Hilfe des PV-Planers der Kelag können Sie einfach online die Idealgröße und Kosten Ihrer persönlichen Photovoltaikanlage ermitteln. Sie erfahren auch, wie viel kWh Strom Sie pro Jahr produzieren und nutzen könnten.

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