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Effizienz und Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe

Bei der Entscheidung zukünftig mit einer Wärmepumpe zu heizen, geht es nicht nur um die Umweltfreundlichkeit, auch wirtschaftlich gesehen soll sich die Anschaffung einer Wärmepumpe rentieren. Stimmen alle Voraussetzungen, ist die Effizienz einer Wärmepumpe ungeschlagen.

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Je effizienter eine Wärmepumpe arbeitet, desto schneller lohnt sich die Investition in eine Wärmepumpen-Heizung. Die Effizienz und in Folge dessen auch die Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe wird von verschiedenen Kriterien bestimmt.

Drei Messwerte sind für die Bestimmung der Wärmepumpen-Effizienz von besonderer Bedeutung: Die Jahresarbeitszahl (kurz: JAZ), der Wirkungsgrad (auch COP = coefficient of performance) sowie der SCOP-Wert (engl. Seasonal Coefficient of performance). Diese Kennzahlen messen das Verhältnis zwischen der produzierten Heiz- bzw Kälteleistung und der dafür benötigten Menge an Strom.

Die Messwerte stellen eine große Hilfe bei der Wahl der richtigen Wärmepumpe dar. Je effizienter eine Wärmepumpe arbeitet desto weniger Strom wird für das Heizen und Kühlen mit einer Wärmepumpe benötigt, was wiederum geringe Stromkosten zur Folge hat.

Wann gilt eine Wärmepumpe als effizient?

Die oben erwähnten Kennzahlen messen das Verhältnis zwischen der produzierten Wärmenutzleistung und dem dafür benötigten Strom. Zur besseren Veranschaulichung, was dieses Verhältnis nun in der Realität genau bedeutet, hier ein Beispiel anhand der Jahresarbeitszahl (JAZ):

Die JAZ erlaubt es, die Effizienz einer Wärmepumpe über den Zeitraum von einem Jahr zu bewerten. Geht es nach der JAZ gilt eine Wärmepumpe als effizient, wenn sie mindestens einen Wert von 4 erreicht. Dies würde nämlich bedeuten, dass für 4 kWh Nutzwärme nur 1 kWh Strom benötigt wird und die restlichen 3 kWh aus der Umwelt stammen und somit kostengünstig und umweltfreundlich sind.

Die wichtigsten Effizienz-Werte im Überblick:

Kürzel Bezeichnung Optimaler Wert
(gemäßigte Klimazone)
JAZ Jahresarbeitszahl min. 4
COP Coefficient of performance 4 bis 6
SCOP Seasonal Coefficient of performance min. 4

 

Mehr zu den einzelnen Effizienz-Werten der Wärmepumpe erfahren Sie unter: "Die wichtigsten Effizienzkriterien für Wärmepumpen".

Welche Faktoren beeinflussen die Effizienz einer Wärmepumpe?

Messungen bei bereits installierten Wärmepumpen zeigen immer wieder, wie groß die Effizienz-Unterschiede sein können, wenn die Voraussetzungen und Umgebungsbedingungen nicht stimmen.

Damit das Effizienzpotenzial einer Wärmepumpe voll ausgeschöpft werden kann und sich diese wirtschaftlich gesehen lohnt, gibt es neben den bereits erwähnten Kennzahlen einige andere Faktoren, die beachtet werden sollten:

  • Konstante Temperatur der Wärmequelle
  • Gute Wärmedämmung
  • niedrige Vorlauftemperaturen
  • gut gedämmte Warmwasserleitung
  • Planung, Dimensionierung und Installation durch Experten

Nähere Infos zu den Faktoren, die beachtet werden müssen, um das Effizienzpotenzial einer Wärmepumpe ausnützen zu können, finden Sie unter „5 Tipps: So arbeitet Ihre Wärmepumpe effizient“.

Amortisation einer Wärmepumpe

Worüber keine der oben erwähnten Messwerte etwas aussagen kann, ist, wann sich die Investition in eine Wärmepumpe gelohnt hat. Und eigentlich ist doch gerade das der entscheidende Faktor in Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe. Entscheidend sind hier die Anschaffungs- , Investitions- wie auch die Betriebs- und somit Stromkosten. Nähere Infos zu den Kosten einer Wärmepumpe finden Sie unter: "Wärmepumpe: Diese Kosten sollten Sie kennen".

Die Stromkosten einer Wärmepumpe

Die Messwerte bestimmen das Verhältnis zwischen der Wärmeleistung und den dafür benötigten Strom, nicht aber die Stromkosten. Rund 75 % der Energie bezieht die Wärmepumpe aus der Umwelt. Die restlichen 25 % werden in Form von Strom benötigt zum Beispiel für Kompressor, Umwälzpumpe & Co. Für die Berechnung der Kosten von einer Kilowattstunde (kWh) Wärme gibt es eine einfache Formel:

Strompreis je kWh / JAZ der Wärmepumpe
= Kosten je kWh Wärme

Wird ein spezieller Wärmepumpen-Stromtarif abgeschlossen, erhöht sich die Wirtschaftlichkeit der Wärmepumpe. Wird der benötigte Strom zusätzlich aus erneuerbaren Energien gewonnen, erhöht dies auch die Umweltfreundlichkeit. Mit dem Kelag Wärmepumpe Plus-Tarif stellen Sie das sicher. Denn unser Strom kommt zu 100% aus erneuerbaren Energien.

Strompreis vs. Gas- und Ölpreis

In Hinblick auf Amortisation einer Wärmepumpe und damit auch auf die Stromkosten, ist der Vergleich mit dem Gas- und Ölpreis interessant. Durch diesen Vergleich können die Kosten der Wärmepumpen-Heizung mit herkömmlichen Heizsystemen verglichen werden. Fossile Heizsysteme benötigen für den Betrieb beispielweise Gas oder Öl.

Da es sich bei Gas und Öl nicht um eine erneuerbare Energiequelle handelt, sind diese Heizsysteme oft von Rohstoff-Preisschwankungen betroffen, die von internationalen geopolitischen Entwicklungen oder Krisen ausgelöst werden können. Mit dem Kelag-Heizkostenrechner können Sie sowohl die Betriebs-, Investitions- und Gesamtkosten als auch die Umweltfreundlichkeit der gebräuchlichsten Heizsysteme miteinander vergleichen.

Jetzt Heizsysteme vergleichen

Vergleicht man die Kosten einer Wärmepumpe mit anderen Heizsystemen, wie etwa Gas- und Ölheizungen, lohnt sich eine Wärmepumpe bereits nach weniger als 10 Jahren.

PV-Anlage und Wärmepumpe

Was nur wenigen klar ist: Wärmepumpen lassen sich sehr gut mit Photovoltaikanlagen kombinieren. In Hinsicht auf die Stromkosten ergeben diese beiden Produkte ein perfektes Duo.

Die PV-Anlage liefert nachhaltigen Strom für die Wärmepumpe und senkt damit die Heizkosten. Im Gegenzug steigert die Wärmepumpe durch die erhöhte Abnahme des Solarstroms die Wirtschaftlichkeit der Photovoltaikanlage.

Je mehr Sonnenstrom selbst genutzt werden kann, desto besser. Mehr zum Duo Wärmepumpe und Photovoltaikanlage erfahren Sie unter: "Photovoltaik und Wärmepumpe: Heizen mit Sonnenstrom, geht das?".

Photovoltaik und Wärmepumpe

Phototovolatikanlagen und Wärmepumpen lassen sich ideal kombinieren.

Effizienzoptimierung der Wärmepumpe

Das Ziel beim Heizen mit einer Wärmepumpe ist klar: Die gewünschte Raumtemperatur soll erreicht werden und das mit einem möglichst geringen Stromverbrauch. Wie oben bereits erwähnt, hängt die Effizienz einer Wärmepumpe und die damit zusammenhängende Wirtschaftlichkeit von mehreren Faktoren ab. Darunter fallen vor allem die individuellen Gegebenheiten je nach Gebäude.

Um die Effizienz und Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe sicherzustellen, sollten bestimmte Hinweise ernstgenommen werden, um etwaige Fehler bei der Reglung der Wärmepumpe zu beheben. Wird etwa die gewünschte Raumtemperatur nicht erreicht, oder ist sie zu hoch, kann das ein wichtiger Hinweis darauf sein, dass unnötige Strom benötigt wird und die Einstellungen zu überprüfen sind.

Achten Sie daher darauf, dass die Einstellungen zur Reglung Ihrer Wärmepumpe - wie auch bei anderen Heizsystemen - individuell auf Ihr Gebäude angepassten werden müssen, um einen umweltfreundlichen, effizienten und somit auch wirtschaftlichen Betrieb zu sichern.

Mehr Infos zur Optimierung Ihrer Wärmepumpen-Einstellungen erfahren Sie bei einem unverbindlichen Termin mit unseren Kelag-Experten.

 

Förderguide Wärmepumpe

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