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Wärmepumpe: Diese Kosten sollten Sie kennen

Wärmepumpen gelten vor allem in Hinblick auf ihre Öko-Bilanz als sehr gute Alternative zu herkömmlichen fossilen Heizsystemen wie Öl- oder Gasheizungen. Doch welche Kosten müssen bei einer Wärmepumpen-Heizung berücksichtigt werden?

Was kostet eine Wärmepumpe?

1. Kosten für die Installation der Wärmepumpe

Je nach Art der Wärmepumpe unterscheidet sich auch der Aufwand für die Installation und somit die Kosten. Auch welches Zusatzmaterial benötigt wird, hängt von der Art der Wärmepumpe ab.

Die beliebteste und in Hinblick auf die Installation auch günstigste Wärmepumpe ist die Luft-Wärmepumpe. Wie Sie unter "Wärmepumpe: Welche Voraussetzungen sind bei der Installation zu beachten?" im Detail erfahren, ist bei der Luft-Wärmepumpe der richtige Standort sehr wichtig. Der Aufwand für die Installation selbst ist bei der Luft-Wärmepumpe jedoch gering, was sich auch positiv auf die Kosten auswirkt.

Die Erdreich-Wärmepumpe bezieht die Energie aus der Erde, entweder mittels Flachkollektoren oder Tiefensonden (mehr dazu unter "Wärmepumpen im Vergleich: Welche ist die Richtige?").

Sowohl Kollektoren als auch Sonden müssen in die Erde verlegt werden. Unterschieden wird hier zwischen der horizontalen Verlegung der Erdkollektoren und der vertikalen Bohrung der Sonden. Bedingt durch die erforderlichen Baumaßnahmen für den Flachkollektor oder für die Sonden ist eine Installation einer Erd-Wärmepumpe kostenintensiver als die der Luft-Wärmepumpe.

Die dritte Art der Wärmepumpe ist die Grundwasser-Wärmepumpe. Hier sind zwei Brunnen erforderlich: der sogenannte Saugbrunnen aus dem das Grundwasser gepumpt wird und den sogenannten Schluckbrunnen in dem das Grundwasser dem Grundwasserstrom wieder zurückgeführt wird. Das bedeutet umfassende Vorarbeiten für die Errichtung der Brunnen. Auch die Grundwasserwärmepumpe ist somit bei Errichtung kostenintensiver als die Luft-Wärmepumpe.

Art der Wärmepumpe Kosten für die Erschließung
Luft-Wärmepumpe ca. € 500 bis € 1.500
Erd-Wärmepumpe (Flachkollektoren) ca. € 2.000 bis € 8.000
Erd-Wärmepumpe (Tiefensonden) ca. € 5.000 bis € 12.000
Grundwasser-Wärmepumpe ca. € 4.000 bis € 8.000

2. Anschaffungskosten für ein Wärmepumpen-Heizsystem

Die Anschaffungskosten bei Wärmepumpe-Heizsystemen liegen zum Teil über den Kosten für herkömmliche (wie z.B. Öl, Gas oder Pellets) Heizungen. Die Luft-Wärmepumpe ist die kostengünstigste Wärmepumpen-Art. Grundwasser- und Erd-Wärmepumpen sind etwas teurer in der Anschaffung als die Luft-Wärmepumpe.

Art der Wärmepumpe Kosten für die Anschaffung
Luft-Wärmepumpe ca. € 4.000 bis € 12.000
Erd-Wärmepumpe ca. € 5.500 bis € 12.000
Grundwasser-Wärmepumpe ca. € 9.000 bis € 12.000


Unter den Anschaffungskosten werden jedoch natürlich nur die Kosten für das Heizsystem bzw. Produkt selbst, also die Wärmepumpe alleine verstanden. Die Kosten für die Lagerung von Brennstoffen (z.B. mit einem Lagerraum) für andere Heizsysteme wird hier vielfach fälschlicherweise nicht miteinbezogen.

3. Stromkosten einer Wärmepumpe

Nur mit Energie aus der Umwelt schafft es auch die Wärmepumpe nicht. Rund 25 % der Energie muss in Form von elektrischem Strom für den Betrieb der Wärmepumpe eingesetzt werden. Wie der Heizvorgang bei einer Wärmepumpe genau funktioniert, erfahren Sie unter: "Wie funktioniert eine Wärmepumpe?".

Da an kalten Tagen die Umgebungsluft sehr niedrig ist, benötigt die Luft-Wärmepumpe mehr Strom als Erd- oder Wasser-Wärmepumpen. Denn im Gegensatz zur Umgebungsluft ist die Temperatur des Erdreichs und des Grundwassers das ganze Jahr über sehr konstant.

Art der Wärmepumpe  jährliche Stromkosten (bei 130m2 Neubau)
Luft-Wärmepumpe ca. € 450
Erd-Wärmepumpe ca. € 400
Grundwasser-Wärmepumpe ca. € 350

 

Kelag-Icon-Tipp
Tipp: Speziell für Wärmepumpen-Besitzer bietet die Kelag den Wärmepumpe Plus-Tarif an. Dieser ist nicht nur kostengünstig, sondern stammt auch zu 100% aus erneuerbaren Energien.


Wie viel Strom eine Wärmepumpe im Betrieb tatsächlich benötigt, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab wie unter anderem:

  • Größe des beheizten Gebäudes
  • Gebäudedämmung
  • Verteilsystem (Radiatoren, Fußbodenheizung etc.)
  • Effizienz der Wärmepumpe

Wie Sie sicherstellen können, dass Ihre Wärmepumpe effizient und somit kostensparend arbeitet, erfahren Sie unter: "Effizienz und Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe".

 

4. Betriebskosten einer Wärmepumpe

Im Gegensatz zu fossilen Heizsystemen fallen die Betriebskosten bei Wärmepumpen nicht ins Gewicht. Da hier keine Verbrennung stattfindet und somit auch kein Rauchfangkehrer benötigt wird, sind Wärmepumpen sehr wartungsarm. Eine Wartung alle zwei Jahre ist aber auch bei Wärmepumpen sinnvoll und wird von den meisten Herstellen empfohlen.

Enthält eine Wärmepumpe mehr als 3 Kilogramm Kältemittel, muss der Kältemittelkreislauf jährlich überprüft werden. Alles in allem belaufen sich die Wartungskosten jedes Wärmepumpen-Typs auf maximal 100 Euro pro Jahr.

 

Alle hier aufgezählten Kosten finden Sie auch in unserem Heizkostenrechner. Anhand Ihrer individuellen Kriterien werden die Kosten im Vergleich mit anderen Heizsystemen berechnet und transparent dargestellt. Vergleichen Sie jetzt und wählen Sie die richtige Heizung für Ihre Bedürfnisse:

Zum Heizkostenrechner

 

Förderguide Wärmepumpe

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