kelag.at  >  Blog  >  Wärmepumpe: Diese Kosten sollten Sie kennen
kelag.at  >  Blog  >  Wärmepumpe: Diese Kosten sollten Sie kennen
Energie Blog

Wärmepumpe: Diese Kosten sollten Sie kennen

Wärmepumpen gelten vor allem in Hinblick auf ihre Öko-Bilanz als sehr gute Alternative zu herkömmlichen fossilen Heizsystemen wie Öl- oder Gasheizungen. Doch welche Kosten müssen bei einer Wärmepumpen-Heizung berücksichtigt werden?

Newsletter abonnieren

1. Kosten für die Installation der Wärmepumpe

Je nach Art der Wärmepumpe unterscheidet sich auch der Aufwand für die Installation und somit die Kosten. Auch welches Zusatzmaterial benötigt wird, hängt von der Art der Wärmepumpe ab.

Die beliebteste und in Hinblick auf die Installation auch günstigste Wärmepumpe ist die Luft-Wärmepumpe. Wie Sie unter „Wärmepumpe: Welche Voraussetzungen sind bei der Installation zu beachten?“ im Detail erfahren, ist bei der Luft-Wärmepumpe der richtige Standort sehr wichtig. Der Aufwand für die Installation selbst ist bei der Luft-Wärmepumpe jedoch gering, was sich auch positiv auf die Kosten auswirkt.

Zwei verschiedene Möglichkeiten der Installation gibt es bei der Erd-Wärmepumpe. Diese bezieht die Energie aus der Erde entweder mittels Flachkollektoren oder Tiefensonden (mehr dazu unter „Wärmepumpen im Vergleich: Welche ist die Richtige?“).

Sowohl Kollektoren als auch Sonden müssen in die Erde verlegt werden. Unterschieden wird hier zwischen der horizontalen Verlegung der Erdkollektoren und der vertikalen Verlegung der Sonden, also der Flächengröße bzw. Tiefe der benötigten Bohrungen. Diese Bohrungen müssen von einem Fachmann durchgeführt werden. Die Installation der Erd-Wärmepumpe ist daher weitaus kostenintensiver als die der Luft-Wärmepumpe.

Die dritte Art der Wärmepumpe ist die Grundwasser-Wärmepumpe. Wurde diese genehmigt, müssen für die Installation der Grundwasser-Wärmepumpe zwei Brunnen ausgehoben werden. Das bedeutet umfassende Bohrungen und Arbeiten. Zusätzlich müssen hier vorab Probebohrungen durchgeführt werden.

All diese Bohrungen sollten von Fachmännern durchgeführt werden und sind in der Durchführung kostenintensiver vergleicht man sie beispielsweise mit der Erschließung einer Luft-Wärmepumpe.

Art der Wärmepumpe Kosten für die Erschließung
Luft-Wärmepumpe ca. € 500 bis € 3000
Erd-Wärmepumpe (Flachkollektoren) ca. € 2.000 bis € 5.000
Erd-Wärmepumpe (Tiefensonden) ca. € 3.500 bis € 10.000
Grundwasser-Wärmepumpe ca. € 4.000 bis € 8.000

2. Anschaffungskosten für ein Wärmepumpen-Heizsystem

Die Anschaffungskosten bei Wärmepumpe-Heizsystemen liegen deutlich über den Kosten für herkömmliche Heizungen. Unter den Anschaffungskosten werden jedoch natürlich nur die Kosten für das Heizsystem bzw. Produkt selbst, also die Wärmepumpe alleine verstanden. Laufende Kosten oder Installation werden hier nicht miteinbezogen.

Auch in der Anschaffung ist die Luft-Wärmepumpe die kostengünstigste Wärmepumpen-Art. Grundwasser- und Erd-Wärmepumpen sind etwas teurer in der Anschaffung als die Luft-Wärmepumpe.

Art der Wärmepumpe Kosten für die Anschaffung
Luft-Wärmepumpe ca. € 4.000 bis € 12.000
Erd-Wärmepumpe ca. € 5.500 bis € 12.000
Grundwasser-Wärmepumpe ca. € 9.000 bis € 12.000

3. Stromkosten einer Wärmepumpe

Nur mit Energie aus der Umwelt schafft es auch die Wärmepumpe nicht. 25 % der Energie muss in Form von elektrischem Strom genutzt werden. Wie der Heizvorgang bei einer Wärmepumpe genau funktioniert, erfahren Sie unter: „Wie funktioniert eine Wärmepumpe?“.

Da an kalten Tagen die Umgebungsluft sehr niedrig ist, benötigt die Luft-Wärmepumpe mehr Strom als Erd- oder Wasser-Wärmepumpen. Denn im Gegensatz zur Umgebungsluft ist die Temperatur des Erdreichs und des Grundwassers das ganze Jahr über sehr konstant.

Art der Wärmepumpe  jährliche Stromkosten (bei 130m2 Neubau)
Luft-Wärmepumpe ca. € 450
Erd-Wärmepumpe ca. € 400
Grundwasser-Wärmepumpe ca. € 350

 

Kelag-Icon-Tipp
Tipp: Speziell für Wärmepumpen-Besitzer bietet die Kelag den Wärmepumpe Plus-Tarif an. Dieser ist nicht nur kostengünstig, sondern stammt auch zu 100% aus erneuerbaren Energien.


Wie viel Strom eine Wärmepumpe im Betrieb tatsächlich benötigt, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab wie unter anderem:

  • Gebäudedämmung
  • Verteilsystem (Radiatoren, Fußbodenheizung etc.)
  • Effizienz der Wärmepumpe

Wie Sie sicherstellen können, dass Ihre Wärmepumpe effizient und somit kostensparend arbeitet, erfahren Sie unter: „5 Tipps: So arbeitet Ihre Wärmepumpe effizient“.

4. Betriebskosten einer Wärmepumpe

Im Gegensatz zu fossilen Heizsystemen fallen die Betriebskosten bei Wärmepumpen nicht ins Gewicht. Da hier keine Verbrennung stattfindet und somit auch kein Rauchfangkehrer benötigt wird, sind Wärmepumpen sehr wartungsarm. Eine Wartung alle zwei Jahre ist aber auch bei Wärmepumpen notwendig und wird von den meisten Herstellen empfohlen.

Enthält eine Wärmepumpe mehr als 3 Kilogramm Kältemittel, muss der Kältemittelkreislauf jährlich auf undichte Stellen geprüft werden. Alles in allem belaufen sich die Wartungskosten jedes Wärmepumpen-Typs auf maximal 100 Euro pro Jahr.

Förderguide Wärmepumpen

Artikel teilen:

Mehr zu diesem Thema

Haben Sie eine Frage rund um Photovoltaik, E-Mobilität oder zum Thema Heizen?

Dann kontaktieren Sie uns!