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Umweltfreundlich heizen: 7 Tipps, um Ihren CO2-Fußabdruck zu verringern

Mit diesen Tipps heizen Sie umweltfreundlich, sparen Energie sowie CO2 ein und reduzieren Ihre Heizkosten.

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Das Bewusstsein für unsere Umwelt und den Umgang damit beeinflusst mittlerweile viele unserer Lebensbereiche. Wir achten vermehrt darauf, uns ökologisch verträglicher zu verhalten und auch bei unserem Konsum auf die Umwelt zu achten. Die Zeiten, in denen man unbeschwert Energie verschwenden und CO2 in die Atmosphäre pumpen konnte, sind vorbei.

Wenn auch Sie Ihren Beitrag für einen gesünderen Planeten und eine intakte Umwelt für sich und nachfolgende Generationen leisten wollen, sollten Sie dieses Bewusstsein vor allem beim Thema Heizen verinnerlichen. Immerhin entfällt der Großteil der im Haushalt verbrauchten Energie auf das Heizen.

Mit diesen größeren und kleineren Maßnahmen können Sie nicht nur Ihren CO2-Fußabdruck verringern, sondern auch Energie und damit letztlich sogar Geld sparen.

1. Wählen Sie eine ökologische Heizung

Das Heizsystem bzw. die dadurch verwendeten Energieträger haben einen hohen Einfluss darauf, wie umweltfreundlich Sie heizen. Moderne, hocheffiziente Heizsysteme reduzieren die CO2-Emissionen und den Energieverbrauch drastisch. Auch wenn die verschiedenen Heizsysteme in allen Bereichen Schritte nach vorne machen und ihre Effizienz sowie Umweltverträglichkeit gesteigert haben, bleibt das Gefälle groß.

Während sich Brennholz, Pellets und Wärmepumpen beim CO2-Ausstoß etwa nahe an der Nulllinie bewegen, setzt das Heizen mit Erdgas und Erdöl durchschnittlich mehrere Tonnen CO2 pro Jahr frei. Zudem werden beim Verbrennen fossiler Energieträger zusätzlich Kohlendioxid, Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid und Stickoxide frei.

Brennholz und Pellets – die aus Abfällen der Holzindustrie gemacht werden – setzen beim Verbrennen nur jenes CO2 frei, das der Baum im Laufe seines Lebens gebunden hat. Damit ist diese Biomasse klimaneutral, dennoch muss sie nachgepflanzt werden.

Großer Beliebtheit erfreuen sich in den letzten Jahren daher Wärmepumpen. Je nach Ausführung nutzen sie die Umgebungswärme aus der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser. Damit verbrauchen Wärmepumpen direkt keine Rohstoffe, sondern nutzen das in der Umwelt vorhandene Wärmepotenzial und sind die einzigen Heizsysteme, die mehr Heizwärme bereitstellen, als sie für ihren Betrieb benötigen.

Waermepumpe-im-Garten

Immer mehr Menschen entscheiden sich mittlerweile für eine Wärmepumpe.

Abhängig von ihren baulichen Voraussetzungen können unterschiedliche Heizungen unterschiedlich gut zu Ihrem Haus passen. Die Heizungsmatrix des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus gibt Ihnen anhand des Haustyps bzw. der Energieausweisstufe einen ersten groben Überblick, welche Heizungsart für Sie hinsichtlich CO2-Ausstoß, aber auch Investitionskosten und Heizkomfort empfehlenswert ist. Eine genauere, maßgeschneiderte Empfehlung lässt sich aber nur im individuellen Beratungsgespräch mit Energieexperten abgeben.

Mehr Informationen über umweltfreundliches Heizen finden Sie unter: "Heizsysteme: Umweltfreundlich und kostengünstig heizen".

2. Effiziente Verteilsysteme senken den Energieverbrauch

Eine umweltfreundliche Heizung ist das eine, oft wird aber vergessen, dass die erzeugte Wärme auch möglichst gut im Gebäude ankommen und verteilt werden muss, damit keine Energie vergeudet wird. Die Möglichkeiten bei Fußbodenheizungen, Wandheizungen, Radiatoren oder einer Kombination dieser Systeme sind vielfältig.

Die sparsamsten Heizkörper arbeiten etwa bis zu 32% effizienter als herkömmliche Systeme, wodurch sich Energieverbrauch und Heizkosten reduzieren.

3. Dämmung und thermische Sanierung verhindern Wärmeverlust

Den Spruch vom „beim Fenster hinausheizen“ kennen Sie bestimmt. Allerdings können Sie nicht nur beim Fenster, sondern auch bei Türen, Fugen und Ritzen hinausheizen.

Entscheidend für eine umweltfreundliche Beheizung ist, dass Ihr Zuhause dicht ist. Wie es mit der Dichtigkeit Ihres Gebäudes steht, können Sie beispielsweise mit einem Blower-Door-Test in Erfahrung bringen. Dabei wird im Inneren ein Unterdruck erzeugt, der undichte Stellen in der Gebäudehülle oder etwaige Bauschäden verdeutlicht.

Wärmebildkameras zeigen zusätzlich, wo Wärme verloren geht. Kleinere Fugen lassen sich mit entsprechendem Material aus dem Fachhandel schnell beheben, gerade bei älteren Häusern ist eine thermische Sanierung aber sinnvoll.

Moderne, dichtere Fenster mit verbesserten Isolier- oder Wärmeschutzgläsern verringern den Wärmeverlust um bis zu 70%. Ähnlich wichtig ist die Dämmung der obersten Geschossdecke und der Außenwände.

Die thermische Qualität eines Gebäudes wirkt sich nicht nur stark auf die Heizkosten, sondern auch auf die CO2-Emissionen aus. In beiden Fällen sinken sie bei einem thermisch sanierten Gebäude im Schnitt um über 50%.

Das können Sie täglich tun, um umweltfreundlich zu heizen

4. Fenster und Türen abdichten

Das Stichwort Dichtigkeit gilt in kleinem Rahmen auch für den Alltag. Halten Sie Türen und Fenster großteils geschlossen. Schließen Sie im Winter nach Einbruch der Dunkelheit auch Rollläden und Balken an Fenstern, Terrassentüren etc. Das dämmt den Wärmeverlust um bis zu 20% ein.

5. Heizen und lüften – aber richtig

Dichtigkeit ist wichtig, sie hat aber auch einen Nachteil: Ohne Luftaustausch besteht Schimmelgefahr. Lüften Sie daher regelmäßig, aber richtig:

  • Querlüften: Öffnen Sie für zwei bis vier Minuten gegenüberliegende Fenster oder Türen, damit ein Durchzug entsteht.

  • Stoßlüften: Öffnen Sie die Fenster vollständig für drei bis fünf Minuten.

Machen Sie das mehrmals täglich und anlassbezogen, etwa nach dem Kochen, Duschen etc. Lassen Sie ein Fenster in der kalten Jahreszeit keinesfalls den ganzen Tag über gekippt. So heizen Sie buchstäblich beim Fenster hinaus.

6. Heizkörper freihalten und entlüften

Heizkörper brauchen etwas Raum im Raum, um ihre Wirkung entfalten zu können. Verstecken Sie sie daher nicht direkt hinter Möbelstücken, Vorhängen oder dergleichen. Achten Sie zudem darauf, ob Ihre Heizkörper ein Gluckern von sich geben. Dieses Geräusch weist darauf hin, dass Sie die Heizkörper entlüften müssen, damit sie wieder richtig warm werden können.

Heizkörper entlüften

Gelegentliches Entlüften sorgt dafür, dass die Heizkörper wieder warm werden.

7. Raumtemperatur für umweltfreundliches Heizen anpassen

Ein Thermostat ist hilfreich und bietet Komfort, Sie sollten aber nicht zu radikal daran herumspielen. Eine konstante Raumtemperatur ist sinnvoller, als die Heizung beim Verlassen des Hauses ganz abzustellen. Kühlt das Haus erst einmal aus, verbrauchen Sie viel Energie, um es wieder aufzuheizen.

Dennoch können Sie achtsam mit jedem Grad umgehen, denn jedes Grad weniger spart in etwa 6% Heizenergie. Daher empfiehlt sich bei längerer Abwesenheit, wie einem Urlaub, das Absenken um einige Grad.

Bedenken Sie zudem, dass nicht jeder Raum in Ihrem Zuhause dieselbe Temperatur benötigt. Die etwas höheren Temperaturen, die im Badezimmer oder Wohnzimmer angenehm sind, brauchen Sie im Schlafzimmer oder der Küche nicht. So lassen sich in bestimmten Räumen einige Grad und somit viel Energie und Heizkosten sparen.

Experten helfen Ihnen, Energie zu sparen

Maßnahmen zugunsten der Umwelt und der eigenen Geldbörse lassen sich beim Hausbau, bei Sanierungen oder im Alltag einfach umsetzen. Bei einer Energieberatung erhalten Sie umfassende Informationen zum umweltfreundlichen Heizen und weitere Tipps, wie Sie nachhaltig Ihren Energieverbrauch senken und einen wertvollen Beitrag für zukünftige Generationen leisten können.

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